Das Projekt

Die Ausgangslage

Ostholstein ist der Flächenkreis mit dem höchsten Anteil schwerbehinderter Menschen in Schleswig-Holstein. Die Region ist zudem attraktiv für Seniorinnen und Senioren – der demographische Wandel wird diesen bereits jetzt hohen Bevölkerungsanteil weiter steigen lassen. Ältere Menschen sind überproportional von Behinderung betroffen. Bislang sind die Kommunen nicht hinreichend auf diese Entwicklung eingestellt.

Behinderte Mitbürger und ihre Familien verfügen über Einkommen, konsumieren Güter und Dienstleistungen und wollen am Leben in der Gemeinschaft teilhaben. Darüber hinaus ist Ostholstein eine Tourismusregion mit großem Potenzial für barrierefreien Urlaub. Noch fehlen barrierefreie Angebote, zugängliche Informationen und abgestimmte Konzepte, die die gesamte Servicekette umfassen.

Nicht zuletzt ist Ostholstein eine Gesundheitsregion mit vielen Rehakliniken, Kureinrichtungen und Wellnessangeboten. Diese brauchen ein barrierefreies Umfeld in Städten und Gemeinden.

Durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist Inklusion in Deutschland geltendes Recht geworden. Landkreis und Kommunen sind gefordert, Aktionspläne für die Umsetzung der Konvention zu entwickeln.

Die Ziele

Auch wenn Menschen mit Behinderung, wie gehörlose, blinde und sehbehinderte Menschen, Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigen, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und Mobilitätseinschränkungen am stärksten von Barrieren betroffen sind, profitieren auch Familien mit Kinderwagen, Gäste, Bürgerinnen und Bürger, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, Menschen mit Lebensmittelallergien, Kinder, Reisende mit schwerem Gepäck…

Das wollen wir bewusst machen.

Gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und vielen Unterstützern wollen wir in Ostholstein die Nutzerfreundlichkeit von Produkten und Dienstleistungen verbessern sowie neue inklusive und barrierefreie Angebote entwickeln und neben den bereits vorhandenen bekannt machen. 

Es geht darum, dass 

  • alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste an den Angeboten vor Ort teilhaben können
  • Informationen in leichter Sprache und für alle Sinne zugänglich gemacht werden
  • bauliche Barrieren für mobilitätseingeschränkte Personen, Senioren mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck abgebaut werden
  • Menschen gute Informationen über Barrierefreiheit und Inklusion erhalten, damit Barrieren in den Köpfen beseitigt werden können 
  • über gute Beispiele informiert wird
  • Kreise und Gemeinden beraten und unterstützt werden  

Denn: Barrierefreiheit ist für 10% der Bevölkerung unentbehrlich, für 40% notwendig, für 100% komfortabel und ein Qualitätsmerkmal!