Workshop ‚Inklusionsorientierte Verwaltung‘ in Bad Schwartau

Workshop ‚Inklusionsorientierte Verwaltung‘ in Bad Schwartau

Menschen mit Behinderung sollen Leistungen der Verwaltung nutzen können wie alle anderen auch. Die UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung gibt hierzu Hinweise und Empfehlungen: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a729-un-konvention.pdf;jsessionid=92C75D91A87A9B0910406AD2D70A081B?__blob=publicationFile

Demnach soll sich Verwaltung an der Idee des universellen Designs orientieren. Dies wird definiert „als ein Design von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen in der Weise, dass sie von allen Menschen möglichst weitgehend ohne eine Anpassung oder ein spezielles Design genutzt werden können. ‚Universelles Design‘ schließt Hilfsmittel für bestimmte Gruppen von Menschen mit Behinderungen, soweit sie benötigt werden, nicht aus.“ (Art.2,5. Definition)

Das Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein – LBGG definiert:
„Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“ (§2,(3))

An zwei Tagen sollten mit Hilfe eines Fragebogens zunächst von den Mitarbeiter/innnen der Verwaltung eine Bestandsaufnahme für die Stadt Bad Schwartau gemacht werden. Im Anschluss hieß es „Barrieren erlebbar für alle“ .

Es standen technische Hilfen aus den verschiedensten Themenfeldern bereit. Für Mobilitätseinschränkungen gab es Rollstühle und Rollatoren. Sehbehinderung oder Blindheit konnte durch Simulationsbrillen, Augenbinden und Langstöcke erfahren werden, sowie Schallschutz und Ohrstöpsel für Schwerhörigkeit bzw. Gehörlosigkeit. Besonders wirkungsvoll zeigten sich die Alterssimulationsanzüge.

Alle präsentierten Hilfsmittel konnten direkt von den Mitarbeiter/innnen ausprobiert werden, um selbst zu erfahren, auf welche Barrieren Menschen mit Behinderungen oder ältere Menschen im Alltag stoßen. Auf diese Weise können auch Menschen ohne Behinderungen hautnah erfahren, wo es noch Barrieren für Menschen mit Behinderungen gibt oder wie ältere Menschen in ihrer Mobilität oder Wahrnehmung eingeschränkt sind.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig, dass Sensibilisierung und Qualifizierung beim Workshop ein besseres Verständnis für die Belange von Menschen mit Behinderungen erzeugt hat.

 

Zurück