Abschlussveranstaltung des Projektes „Ostholstein erlebbar für alle“

„Ostholstein ist durch das Projekt Ostholstein erlebbar für alle auf einem guten Weg“, sagt Lena Middendorf (Projektleiterin „Ostholstein erlebbar für alle“). Am Ziel sind wir, wenn es heißt „Ostholstein belebt durch alle“. So wollte Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik in Berlin, den Slogan des Projektes perspektivisch umformuliert sehen. In einem Vortrag zum Thema Inklusion verdeutlichte er, dass die UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung eine Menschenrechtskonvention ist. Inklusion auf dieser Grundlage ist ein gemeinschaftlicher Prozess, in dem einstellungs- wie umweltbedingte Barrieren so weit als möglich abgebaut werden, um den Genuss aller Menschenrechte  auch für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.

In einer inklusiven Gesellschaft ist es nicht nur jedem möglich dabei zu sein, im Sinne von Teilhabe, sondern auch etwas beizutragen und mitzugestalten, bezeichnet als „Teilgabe“.

„Barrierefreiheit geht alle an. In Ostholstein kann sie auch zu einem Wirtschaftsfaktor werden.“, war das Statement von  Matthias Amelung, Regionalmanager AktivRegion Wagrien-Fehmarn und Vertreter der Steuerungsgruppe „Ostholstein erlebbar für alle“, in der anschließenden Gesprächsrunde. „Dazu gehöre unbedingt die weitere Unterstützung der „Fachleute für Barrierefreiheit, die im Rahmen des Projektes geschult wurden.“, ergänzte Lena Middendorf. Dass das Thema weitergeht, ist auch für Dr. Stefan Doose, Prozesskoordinator des Kreises, keine Frage, aber „Inklusion ist ein Langstreckenthema.“ So konnte Jörn Eckert (stellvertretender Bürgermeister Timmendorfer Strand) berichten, dass die Gemeinde in den Haushalt 2017 10.000€ für die Weiterführung einstellen will. Auch Horst Martin vom Beirat für Menschen mit Behinderung ist sicher, dass weitere Koordinierung und Netzwerkarbeit notwendig ist. Der Beirat führt dazu Gespräche mit Kreistagsabgeordneten und dem Landrat.

„Es sind nicht nur die großen Dinge, die Barrierefreiheit ausmachen“, sagte Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller, der in Sachen Inklusion bereits Erfahrungen sammeln konnte. Die Gemeinde hat einen der ersten Aktionspläne im Kreis zur Umsetzung der UN-Konvention vorgelegt.  Susanne Voß vom Verein Lebenshilfe Ostholstein sah es positiv: „Ostholstein ist weiter als man denkt. Das bereits erarbeitete Netzwerk muss nun weiter ausgebaut werden.“ Der Kreis habe eine Vorreiterrolle im Norden. „Darauf können wir stolz sein“, meint Lena Middendorf und erntete damit viel Applaus der rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung und Verbänden.

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Lena Middendorf, Lebenshilfe Ostholstein e.V. Projekt „Ostholstein erlebbar für alle“
Am Kirchhof 10, 23611 Bad Schwartau
Telefon 04 51 / 49056635
middendorf@lebenshilfe-ostholstein.de